Elektrisch auf Tour zum Nordkap - Reimar Hellwigs Reise mit emco e-scooter

Für viele ist Reimar Hellwig kein Unbekannter mehr. Bereits im letzten Jahr ist der heute 74-Jährige auf seinem Elektroroller, einem NOVUM S 5000 der Firma emco, vom Bodensee bis ins schwedische Göteborg gefahren; ganz ohne zu planen, wann und wo er tanken oder übernachten würde. Die Reise nach Göteburg – schon eine Herausforderung für sich – war für Hellwig jedoch nur eine „kleine Testfahrt“. 2016 sollte es noch weiter gehen: vom Bodensee bis zum Nordkap, vorausgesetzt Mensch und Maschine lassen es zu.

Für viele ist Reimar Hellwig kein Unbekannter mehr. Bereits im letzten Jahr ist der heute 74-Jährige auf seinem Elektroroller, einem NOVUM S 5000 der Firma emco, vom Bodensee bis ins schwedische Göteborg gefahren; ganz ohne zu planen, wann und wo er tanken oder übernachten würde. Die Reise nach Göteburg – schon eine Herausforderung für sich – war für Hellwig jedoch nur eine „kleine Testfahrt“. 2016 sollte es noch weiter gehen: vom Bodensee bis zum Nordkap, vorausgesetzt Mensch und Maschine lassen es zu. Mit 74 Jahren hat Reimar Hellwig, pensionierter Ingenieur, sich seinen Ruhestand wohl verdient. Doch gemütliches Herumsitzen liegt nicht in der Natur des noch immer als Unternehmensberater tätigen Süddeutschen, ehemals auch passionierten Langstrecken- Radfahrer. Schon von Berufswegen hat er ein großes Interesse an neuen Technologien. So ist es für ihn Ehrensache, unter Beweis zu stellen, dass die Zukunft der Fortbewegung in der Elektromobilität liegt. Außerdem wollte er sich noch seinen Traum erfüllen, auf zwei Rädern zum nördlichsten Punkt Europas zu fahren. Weil die Gesundheit dem Abenteurer nicht mehr erlaubt, mit dem Rad zu fahren, fiel die Wahl auf seinen e-scooter. Anders als bei den rund 1.500 Kilometern von Herdwangen nach Göteborg im letzten Jahr war dieses Mal eine wohlüberlegte Reiseplanung Pflicht: Hellwig kümmerte sich vorab um ein Smartphone, das auch in dünn besiedelten Gebieten eine sichere Verbindung nach Deutschland gewährleistete. Er kaufte ein hochwertiges Navi und befestigte es in liebevoller Detailarbeit an seinem Roller. Vom Kunststoff-Abschleppseil über ein Solar-Notstromaggregat, einer Abdeckplane bis hin zur genauen Streckenplanung inklusive Tank- und Übernachtungsstopps hatte er alles durchdacht. Nach einem kurzen  Zwischenstopp bei emco in Lingen, wo der NOVUM noch einmal vor der langen Reise komplett durchgecheckt wurde, konnte es losgehen!

Mit 6,8 PS und bis zu 80 Kilometern Reichweite am Stück gen Norden

Dieses Mal reiste Hellwig mit realistisch eingeplanten Reichweiten. So kam schon nach wenigen Tagen eine angenehme Routine auf. „„Elektrisch zu reisen ist ein tolles Erlebnis“, schwärmt der pensionierte Ingenieur. „Fast geräuschlos unterwegs zu sein, zu wissen, dass die Natur keinen Schaden nimmt, ist ein wirklich unbeschreibliches Gefühl.“ Die Tankpausen von anderthalb bis zwei Stunden gingen schon beinahe zu schnell herum: „Ich habe in der Zeit zu Mittag gegessen, mich via Smartphone mit den Lieben daheim ausgetauscht, die nächste Route geplant, kleinere Einkäufe erledigt und mir die Umgebung angeschaut“, berichtet Hellwig. „Ich bin in dieser Zeit aber auch häufig mit Einheimischen, Bikern, Reisenden oder dem Tankstellenpersonal ins Gespräch gekommen.“

Über Strompreise und skandinavische Meilen

„An Strom kommt man in Skandinavien wirklich überall. Für einen Elektroroller reicht ja auch schon eine handelsübliche 230 V Steckdose aus“, berichtet Reimar Hellwig. „Gerade im Norden verfügt Skandinavien über ein sehr gut ausgebautes Stromnetz. Die Temperaturen fallen im Winter schon einmal auf unter -20 Grad, da brauchen Autos oft Starthilfe. Deshalb gibt es hier weit mehr öffentliche Steckdosen wie Tankstellen.“ Hellwig hat die Erfahrung gemacht, dass in Deutschland wie in Skandinavien kaum wer den genauen Strompreis kennt. „Dass Reisen mit dem Elektroroller in Deutschland nicht einmal 1 Euro auf 100 Kilometer kostet – in Schweden und Norwegen wegen der günstigen Strompreise, die nur 30 % bzw. sogar nur 25 % des deutschen Strompreises betragen, noch deutlich günstiger ist – ist den Menschen nicht bewusst“, erzählt der eMobilitäts-Fan. „Hier muss noch Pionierarbeit geleistet werden!“ Eine weitere Erkenntnis: Meile ist nicht gleich Meile! Spricht ein Nordskandinavier davon, dass die nächste Stadt wenige Meilen entfernt liegt, kann dies zu einer bösen Überraschung führen, ist der Akku fast leer. Denn viele Einheimische in Schweden und Norwegen verwenden noch die veraltete „Skandinavische Meile“. Die bezeichnet statt 1,6 ganze 10,6 Kilometer. Grund hierfür sind die langen Entfernungen zwischen Städten und Dörfern, Kurstrecken sind rar.

Land und Leute

Auf seiner Reise traf Hellwig viele interessante, immer hilfsbereite Menschen. Je weiter er in den Norden reiste, desto offener wurden die Menschen. „Hier ist man auf Hilfe der teils schon weit entfernten Nachbarn angewiesen“, erklärt sich der Abenteurer das Phänomen. „Das schweißt natürlich zusammen.“ So lernte Hellwig z. B. ein junges Ehepaar, das abgelegen von aller Zivilisation ein 5.000 m2 großes Waldgrundstück bewohnte, kennen und vergaß bei den spannenden Geschichten, die sie ihm über das Leben im Nirgendwo erzählten, fast die Zeit. Der Abenteurer sprach auch mit einer Frau von der „mobilen Sozialstation“, die sicherstellt, dass ältere Menschen in verlassenen Gegenden Schwedens gut versorgt sind. In einer alten Mühle waren es zwei Facharbeiter, die ihm Zugang zu ihrer Baustellensteckdose gewährten, in einem italienischen Restaurant ein gastfreundlicher Wirt, in Hotels und Tankstellen lud man Hellwig in die Privaträume ein, wenn anderweitig keine Steckdose zu erreichen war. 

Check: Ziel erreicht

Nach vier spannenden Wochen mit Höhen und Tiefen, Regen und Sonne, Glück und Angst, ob die Reise trotz Hindernissen gelingen würde, gelangte der Unternehmensberater endlich ans Ziel: Hellwig fuhr als Erster überhaupt mit Elektroroller vom Bodensee bis zum nördlichsten Punkt Europas und konnte symbolisch sein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Obwohl es auch im Sommer am Nordkap an mehr als jedem zweiten Tag regnet, hatte Hellwig Glück. Der nördlichste Punkt Europas zeigte sich am zweiten Tag, an dem er dort war, in voller, sonniger Pracht. Mit einem Schlag waren alle Anstrengungen der letzten Wochen vergessen. „Elektrisch reisen: Das ist die Zukunft!“, schwärmt Reimar Hellwig. „Meine Reise war bis zum Rand gefüllt mit  fantastischen Begegnung und tollen Menschen. Schon jetzt ist es auch für Alleinreisende möglich, CO2-frei unterwegs zu sein“, weiß er. „Gerade in Norwegen, wo 98 % des Stroms aus Regenerativen Energien kommt, reist man fast komplett klimaneutral. Viel mehr Menschen sollten in die Vorteile der Elektromobilität vertrauen!“

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Günter WalterTel. 0591 9140 146
Öffnungszeiten: 9:00 bis 17:00
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